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Schon jetzt sichtbar weniger
Wasserverlust In Kuchen wird seit einigen Tagen das ganze Leitungsnetz
auf Wasserrohrbrüche untersucht. 21 Schadstellen sind bereits lokalisiert
worden, berichtet die Gemeindeverwaltung.
KUCHEN. In Kuchen sind in den vergangen Jahren regelmäßig um die
50.000 Kubikmeter Trinkwasser im Boden versickert. Das entspricht einem
Wasserverlust von 15 Prozent. Damit lag die Filstalgemeinde im landesweiten
Vergleich zwar immer noch im Mittelfeld. Doch so richtig glücklich werden
konnte sie mit dem Schwund auch nicht. Da es der gemeinde trotz regelmäßiger
Über-prüfung - und prompter Reparatur aller festgestellten Schäden -
letztlich nicht gelang, ihren Wasserverlust signifikant unter die
15-Prozent-Marke zu drücken, lässt sie nun in
Abstimmung mit dem |
Betriebsleiter
der Eislinger Wasser-versorgungsgruppe, Karl-Heinz Beißwenger, das ganze
Leitungsnetz im so genannten Korre-lationsverfahren auf Wasserrohrbrüche
untersuchen.
Dabei handelt es sich um eine zeitsparende, computergesteuerte
Ortungsmethode, mit der die Hauptleitungen in den Straßen wie auch die
Hausanschlüsse überprüft werden können. Die Leitungen werden mit
empfindlichen Sensoren auf Geräusche, die beim Austritt von Wasser
entstehen, untersucht. So können selbst kleine Schadensstellen zuverlässig
lokalisiert werden, erklärt die Gemeindeverwaltung. Bereits an den ersten
Tagen der Kontrolle seien acht Wasserrohrbrüche geortet worden. Insgesamt
seien in zwischen 21 größere oder kleinere Schadstellen entdeckt worden. In
den meisten Fällen seien sie an den Hausanschlüssen aufgetreten. Gefunden
wurden auch drei große Lecks in der B10 - eines in der Hauptleitung, zwei an
Hausanschlüssen. |
Der Bauhof und eine Privatfirma haben bereits mehrere dieser
Wasserrohrbrüche repariert - und freuen sich, dass schon jetzt ein Erfolg in
der Wasserstatistik zu sehen ist. der nächtliche Verbrauch sank um 4 Liter
pro Sekunde auf die Hälfte des bisherigen Werts. Wenn weitere Schäden
behoben sind, soll der Wasserverlust noch weiter sinken. Bei der Aktion
werden auch defekte Hydranten und Schieberkappen repariert.
Bei einer Vor-Ort-Besichtigung zeigte sich Bürgermeister Bernd Rößner vom
Erfolg der Maßnahme beeindruckt. Er ist sicher, dass sich die Kosten der
Untersuchung in Höhe von 7000 Euro innerhalb kürzester Zeit amortisiert
haben. |