|
|
|
Stand:
|
Neubau neue Wasserfassung (Sickergalerie) im Jahre 2007 Der Neubau des Pumpwerk Süßen und der Wasserfassung wurde notwendig, da am
derzeitigen Standort die neue Bundesstraße B 466/B10 (Ortsumfahrung Süßen )
geplant ist. Nach Fertigstellung ging das Pumpwerk Süßen mit Aufbereitung
und Netzförderung im Oktober 2006 in Betrieb. Baubeginn ist der 5.03.2007. Es wurden zwei Lose
ausgeschrieben: Historie, Planung und Bau: Standortsuche für die Verlegung der SickergalerieDie Verlegung der bisherigen Sickergalerie Pumpwerk Süßen (Baujahr 1934), mit welcher der Zweckverband die Gemeinden Süßen und Salach mit Trinkwasser versorgt, wurde im Zusammenhang mit dem Neubau der B 466 / B10, Ortsumgehung Süßen notwendig, da die geplante Straße über die bestehende Sickergalerie führt. In einer groß angelegten und Kostenintensiven Untersuchung aus dem Jahr 1984/1985 mit insgesamt 44 Probebohrungen und geophysikalischen Untersuchungen wurden verschiedene Standorte für die Verlegung des bestehenden Pumpwerkes Süßen vom Geologischen Landesamt Baden-Württemberg (dem heutigen Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg, im Regierungspräsidium Freiburg) untersucht. Das Geologische Landesamt schloss mehrere Alternativstandorte aus und kam damals zu einem eindeutigen Standortvorschlag im Gebiet Ferenbrunnen zwischen Süßen und Gingen, wo zur Zeit die neue Sickergalerie gebaut wird. Die bisherige Form der Grundwasserfassung als Sickergalerie sollte beibehalten werden. Vor den eigentlichen Bauplanungen wurde die Standorterkundung weiter konkretisiert und die beste Lage und notwendige Größe der Sickergalerie ermitteltBeschreibung der neuen Sickergalerie
Der Grundwasserleiter
am neuen Standort, aus dem die Sickergalerie das Grundwasser wie aus einem
Brunnen entnehmen wird, reicht bis in 11,5 m Tiefe unter Gelände. Der natürliche
Grundwasserspiegel liegt hier im Mittel in einer Tiefe von 5 m unter Gelände.
Die Hauptwasserzutritte liegen jedoch im unteren Bereich des Grundwasserleiters,
in einer Tiefe zwischen 7 und 11,5 m unter Gelände.
Trotz des Verbaus
müssen allerdings noch geringe Wassermengen abgepumpt werden (kurzzeitige
wasserrechtliche Genehmigung nur für den Bau der Fassung durch das LRA
Göppingen), da die Spundwände im Wasserschutzgebiet nicht ganz wasserdicht
hergestellt werden können. Zur Verringerung der erforderlichen Tiefe des Verbaus
wurde zunächst ein Vorabtrag von 5 m Tiefe vorgenommen. Die beiden Sickerstränge bestehen aus Edelstahlfilterrohren DN 300, die in ein Bett aus gewaschenem Kies gelegt werden. Die Sickerrohre münden in den zentralen Förderschacht, in dem später die Förderpumpe installiert wird. Über den Sickersträngen wird zum Schutz gegen mögliche Verschmutzungen eine Abdichtung aus Ton aufgebracht. Darüber wird wieder bis zum ursprünglichen Gelände aufgefüllt und der sorgfältig abgetragene Mutterboden abschließend an gedeckt. Auswirkungen der neuen Sickergalerie auf den Grundwasserhaushalt Wenn die neue Sickergalerie die alte ablöst, wird sie genauso viel Wasser für die öffentliche Wasserversorgung entnehmen wie die alte Sickergalerie aus dem Jahr 1934. Dadurch ändert sich die Situation des Grundwasserhaushalts in der weiteren Umgebung der Trinkwasserfassung nicht. Entsprechende Untersuchungen und Berechnungen wurden in der Planungsphase durchgeführt.
Bei den vorliegenden
natürlichen Grundwasserständen von 5 m unter Gelände und dem kiesigen Untergrund
wird die Vegetation in der Umgebung der neuen Wasserfassung nicht vom
Grundwasserspiegel beeinflusst, da dieser zu tief liegt. Denn der für den
Wasserhaushalt der Pflanzen maßgebliche Bereich ist auf die sandig-lehmigen
Bodenschichten über dem Kies beschränkt und die Probebohrungen haben gezeigt,
dass dieser Bereich bis maximal 1,2 m Tiefe reicht.
Der Eingriff in
den Untergrund und somit in den Grundwasserleiter wird bis August abgeschlossen
sein, die Fertigstellung und somit die Betriebsfähigkeit der neuen Sickergalerie
und Fördertechnik ist bis November 2007 geplant.
|
|
|